Gecko aus Holz in Dülmen

Das Unternehmen Wiesmann ist eine Manufaktur, in der nach eigenen Konstruktionsplänen Sportwagen gebaut werden. Das Firmenlogo ist ein Gecko – die Autos sollen „auf der Straße kleben wie Geckos an der Wand“. In Anlehnung an das Logo wünschten sich die Investoren für ihre neu gestalteten Gebäude eine Firmenkennzeichnung durch einen Gecko, der sich über das gesamte Dach erstreckt. Die Planung und die Projektabwicklung erforderten einen engen Zeitrahmen, der verkürzte Arbeitsabläufe und eine gute Gewerkekoordination verlangte. Die Entwurfsidee stammt von Susanne Siemer und Moritz von Stützner von der Messeagentur Promotex aus Münster. Die Ausführungs- und Detailplanungen übernahm das Architekturbüro Jürgensen aus Essen (Bauleitung: Mehmet Keskin). Die Planung sah den Erhalt der beiden vorhandenen alten Hallen vor, in denen nur noch eine Kranbahn stand. Sie waren 8 beziehungsweise 10 m hoch und jeweils 110 m lang sowie 55 m breit. Sie sollten zu einer großzügigen, zweigeschossigen Automobilmanufaktur umgebaut werden. Dazu mussten die vorhandenen Hallenkonstruktionen komplett mit Stahlrahmen verstärkt werden. Beim Tragwerk für den Gecko handelt es sich um eine Holzkonstruktion. Den Auftrag für die Holzbauarbeiten erhielt das Ingenieur-Holzbau-Unternehmen Cordes aus Rotenburg/Wümme – ein Zimmereibetrieb, dessen Arbeitsschwerpunkte neben der normalen Zimmerei im Ingenieur-Holzbau, NP-Binder/Greimbauweise und Holzrahmenbau liegen. Der Auftrag für die Dacheindeckung ging an den Dachdeckerbetrieb Carstens, ebenfalls aus Rotenburg/Wümme. Beide Handwerksbetriebe verwendeten für die Verbindung und Befestigung der Bauteile und Holzkonstruktionen Bohrbefestiger von SFS intec.

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