Flexible Fenstermontage

Während die Fenstermontage in Gebäuden mit monolithischen Außenwänden unproblematisch zu bewerkstelligen ist, stellt der bauphysikalisch korrekte Einbau von Fenstern als Vorwandmontage in wärmegedämmten Außenwandsystemen hohe Anforderungen an den Handwerker.


In diesem Fall muss das Fenster innerhalb der Dämmschicht entsprechend dem Isothermenverlauf montiert werden. Dieser kann allerdings bei jedem Außenwandsystem unterschiedlich verlaufen, dementsprechend variieren auch die Fensterpositionen. Um dennoch einen rationellen Montageprozess gemäß der technischen Richtlinie Nr. 20 bei gedämmten Wandkonstruktionen zu gewährleisten, bietet Würth das Fenstermontagesystem JB-D. Die professionelle Befestigung von Fenstern ist damit speziell bei wärmegedämmten Wandkonstruktionen einfach zu realisieren.

Das System besteht aus der Fenstermontagekonsole für die untere Befestigung und der Montageschiene für die seitliche Befestigung. Auf diese Wiese lassen sich Auskragungen von bis zu 150 mm flexibel befestigen. Damit ist eine sichere und tragfähige Positionierung des Fensters in der Dämmschicht gewährleistet. ↓

Justierbar in allen drei Raumachsen

Das Fenstermontagesystem JB-D von Würth ist in allen drei Raumachsen justierbar und erlaubt so den einfachen und vor allem schnellen Ausgleich von üblichen Bautoleranzen. Auf diese Weise ist auch die Einbauebene innerhalb der Fensteröffnung frei wählbar und kann so dem jeweiligen Isothermenverlauf der Wand angepasst werden. Eine Abdichtung der Elemente nach Stand der Technik ist problemlos möglich.

Das Fenstermontagesystem basiert auf zwei Teilkomponenten: der Fenstermontagekonsole JB-DK mit Höhenverstellungswinkel beziehungsweise Höhenverstellungsplatte sowie der Fenstermontageschiene JB-D mit Anschraubplatte für die seitliche Befestigung des Fensters an allen Wandbaustoffen. Die Konsole dient zur unteren Befestigung der Fenster. Für die Wandbaustoffe Beton, Kalksandvollstein und großformatiger Porenbetonstein stehen Konsolen ohne Abstützwinkel für Auskragungen bis zu 50 mm zur Verfügung. Konsolen bis 100 mm Auskragung für dieselbe Baustoffgruppe sind mit oder ohne Abstützwinkel verfügbar.

Für größere Auskragungen bis zu 150 mm sieht Würth Abstützwinkeln vor, da so eine deutlich höhere Tragfähigkeit des Konsolensystems gewährleistet ist. Zur Befestigung auf Lochsteinmauerwerk ist zusätzlich ein Ablenkwinkel im Programm; die Befestigung erfolgt hier auf der Innenseite des Baukörpers.

 

Einfache Montage

Zuerst werden die Fenstermontagekonsolen am Baukörper angebracht. Erst nach Einstellung der geforderten Auskragung sowie Ausnivellierung der Höhe werden die Fenster auf die Konsolen gestellt. Die Montageschiene zur seitlichen Befestigung kann bereits im Rahmen der Fensterproduktion oder auf der Baustelle direkt vor dem Einsetzen des Fensters am Fensterrahmenprofil vormontiert werden. Im Anschluss an das Einmitten des Fensterrahmens dreht der Handwerker die Montageschienen seitlich auf Flucht der Wandung heraus. Nach abschließender Auslotung können schließlich die Fenster befestigt werden. Ergänzt wird das Montagesystem durch ein Sortiment an Zubehör und Werkzeugen, das gezielt auf die unterschiedlichen Wandbaustoffe zugeschnitten ist.

Anspruchsvolle Befestigung: Fenstereinabau bei

wärmegedämmten Außenwandsystemen

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