Einbau von Fensterbänken ins WDVS

Damit WDV-Systeme dauerhaft ihre volle Wirkung entfalten können, müssen Anschlüsse an Bauteile wie beispielsweise Fensterbänke fachgerecht ausgeführt werden. Der Beitrag zeigt, wie man ein solches Detail mit dem Anputzsystem „weber.therm SOL-PAD“ korrekt und sicher ausführen kann.

Mit Hilfe des Anputzsystems „weber.therm SOL-PAD“ lassen sich Fensterbänke auf einfache Weise schlagregendicht in WDV-Systeme einbauen.

Einbau eines Fensterbankdämmkeils

Zunächst wird ein Fensterbankdämmkeil mit 5° Gefälle in die Dämmebene eingebaut. Beträgt der Abstand zwischen Unterkante Blendrahmen und Fassadendämmung 10 cm, hat der Dämmkeil die richtige Montagehöhe. Bei Verwendung des „weber.therm SOL-PAD“ mit einer Höhe von 30 mm für Natursteinfensterbänke sollte ein Abstand von 11 cm vorgesehen werden.

Ausklinken der Laibungsdämmplatten

Die Laibungsdämmplatten werden mit einem speziellen Werkzeug ausgeklinkt, das zum System gehört. Wenn erforderlich, lässt sich der Spalt zwischen Unterkante Blendrahmen und Dämmkeil mit einem diffusionsoffenen Abdichtband schließen. Danach wird die Auflagefläche der Fensterbank mit einer Dichtungsschlämme abgedichtet.

Kürzung und Einbau des Anputzprofils

Nun wird das Anputzprofil vollflächig in die vorgesehenen Aussparungen eingebaut. Die Gewebeleiste des Profils wird aufgeschoben und auf die vorhandene Laibungstiefe gekürzt. Nach dem Herstellen der Armierungsschicht kann das Anputzprofil mit einem speziellen Werkzeug flächenbündig gekürzt werden. Für die Montage der Fensterbank in die Anputzleiste muss die rückseitige Aufkantung – beziehungsweise die Gummidichtung bei Natursteinfensterbänken – ausgeklinkt werden. Nach dem Auftrag des Oberputzes wird die Fensterbank mit einem – je nach Material – geeigneten Klebedichtstoff eingebaut.

Autor

Dipl.-Ing. Georg J. Kolbe ist Leiter des Produktmarke­tings Fassade und Boden bei der Saint-Gobain Weber GmbH in Düsseldorf.

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