Entkopplung im System

Mit der Verbundentkopplung „Ditra 25“ von Schlüter lassen sich auch auf kritischen Untergründen Fliesen problemlos verlegen. Die Polyethylenbahn neutralisiert unterschiedliche Spannungen und

entkoppelt Holzfußböden von Fliesenbelägen.

Holzwerkstoffe reagieren auf Änderungen des Umgebungsklimas mit Schwinden oder Quellen. Diese Eigenschaft macht sie zu kritischen Untergründen für die Fliesen- oder Natursteinplattenverlegung. Auch Mischuntergründe, frische oder gerissene Estriche oder alte Fliesenbeläge gelten als problematisch.

Die Polyethylenbahn „Ditra 25“ ist auf der Rückseite mit einem Trägervlies versehen. Sie entkoppelt Fliesen sicher vom Untergrund und neutralisiert unterschiedliche Spannungen. Die Matte ist auch in der Lage, Risse bis zu 2 mm im Untergrund zu überbrücken, so dass diese nicht in den Fliesenbelag übertragen werden. Dank der kommunizierenden Luftkanäle, die sich zwischen den quadratischen Vertiefungen bilden, dient die Entkopplungsbahn auch als Dampfdruckausgleich bei der Verlegung auf feuchten Untergründen. Die guten lastabtragenden Eigenschaften sorgen dafür, dass Verkehrsbelastungen sicher in den Untergrund geleitet werden.

Die Arbeitsschritte

Die auf das erforderliche Maß geschnittenen Bahnen werden mit dem Trägervlies in den Fliesenkleber gebettet und vollflächig in den Kleber eingedrückt und die einzelnen Bahnen stumpf aneinander gelegt. An den Stößen sowie am Übergang zwischen Boden und Wand wird die Bahn mit dem Dichtkleber „Kerdi-Coll“ überspachtelt und mit dem Dichtband „Kerdi“ überklebt, um eine sichere Abdichtung im Verbund herzustellen. Am Boden-Wand-Übergang lassen sich mit „Dilex“-Profilen wartungsfreie Bewegungsfugen herstellen. Unmittelbar nach dem Verkleben der Entkopplungsmatte können die Fliesen im Dünnbettverfahren verlegt werden.

Autor
Sebastian Ulkan ist Redakteur bei der Schlüter-Systems KG in Iserlohn.
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