Goldenes Haus in Azmoos

Im schweizerischen Azmoos steht auf einer länglichen Parzelle in einem typischen Einfamilienhausquartier aus den 1980er Jahren ein goldenes Haus. Das Grundstück bietet keine sonderlich attraktive Nachbarschaft, dafür aber eine umso schönere Fernsicht. Der Entwurf basiert deshalb darauf, den Blick in die Natur baulich zu fokussieren. „Wo will ich hinschauen und was möchte ich ausblenden, waren für mich entscheidende Fragen“, erläutert Architekt Adrian Christen aus Chur seinen Ansatz (www.ch-arch.com). Der lange, keilförmige Baukörper steht parallel zur Hangneigung und orientiert sich mit großen, trichterförmigen Fassadenöffnungen zum Garten und den umliegenden Bergen. Die massiv gemauerten Außenwände erhielten einen sehr glatten mineralischen Putz. Die farbige Fassadengestaltung war ein besonderes Anliegen des Architekten: „Ich dachte zunächst an eine metallisch-glänzende Lasur in einem Kupferton.“ In Zusammenarbeit mit Farbberatern der Firma Keim wurden Mustertafeln mit Lasuren des Herstellers in verschiedenen Metallic-Farbtönen erstellt, um die Farbwirkung zu testen. Die Wahl des Architekten fiel schließlich auf eine Gold-Lasur. Da bei der Beschichtung der Außenhaut ein homogenes Ergebnis gewünscht war, brachten die Maler zunächst Soldalit rötlich-beige als deckenden Grundanstrich auf. Danach folgte der Auftrag von zwei Schichten im Farbton „Granital Gold“ als Lasur-anstriche mit einem breiten Pinsel.

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