1960er-Jahre-Architektur in Köln revitalisiert

In direkter Nachbarschaft zum Gerling-Areal befindet sich die Spiesergasse 20. Das Stadthaus wurde 1955 als Eckgebäude in der Kölner Innenstadt durch Winand Müller erbaut. Danach nutzte es der Gerling-Konzern als Wohn- und Geschäfts- sowie später auch als Bürogebäude. Nach einem Privatauftrag wurde es von 2011 bis 2012 unter Federführung des Kölner Büros kister scheithauer gross architekten und stadtplaner für rund 1,5 Millionen Euro umgebaut und revitalisiert. Um den vorhandenen Charakter und die Atmosphäre der 60er-Jahre-Architektur zu erhalten und behutsam zu transformieren, integrierten die Architekten alle neuen Einbauten und Änderungen in die bestehende Architektur. Mit dem Umbau befreiten die Handwerker die Etagen von fast allen Trennwänden, wodurch vier Loft-Geschosse und das Dachgeschoss nun flexibel als Büros genutzt werden können. Jede Etage erhielt als Grundausstattung ein raumhohes, multifunktionales Einbaumöbel, das sich über die gesamte Länge der Grundrisse erstreckt und deren Rückgrat bildet. Aber auch von außen zeigt sich das ehemalige Gerling-Gebäude mit einem neuen Gesicht: Rahmenlose Fensterelemente heben durch ihre zurückhaltende Gestaltung die Qualitäten der bestehenden Natursteinfassade besonders hervor.

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