ECOLA-Award: Putz im Fokus der Architektur
Im März 2011 fand die dritte European Conference of Leading Architects (ECOLA) statt. 30 führende europäische Architekten diskutierten in der österreichischen Architektur-Vorzeige-Region Vorarlberg aktuelle Anwendungen und künftige Gestaltungsmöglichkeiten des Werkstoffs Putz. Die Themen der Konferenz reichten von der Vorstellung eines aktuellen Forschungsprojektes von Wärmedämm-Verbundsystemen bis hin zum praktischen Umgang mit dem Baustoff Putz. Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung der ECOLA-Awards für die europaweit bemerkenswertesten verputzten Gebäude der vergangenen Jahre, ausgelobt von der Sto AG und dem Dachverband der deutschen Stuckateure, dem Bundesverband Ausbau und Fassade im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.
Die ökonomische und ökologische Notwendigkeit zum energieeffizienten Bauen hat in den vergangenen Jahren die Fassadentechnik entscheidend beeinflusst. Darum wurde erneut ein Sonderpreis für CO2-optimiertes Bauen vergeben. In diesem Jahr ging er an Mierta & Kurt Lazzarini Architekten aus Samedan (CH) für ihren dem Schweizer Minergie-Standard entsprechenden Neubau „Personalhaus Areal Koch in Samedan“. Mit diesem Gebäude würdigte die Jury „speziell die Verbindung nachhaltigen Bauens mit hoher architektonischer Qualität.“
Desweiteren vergaben die Juroren unter dem Vorsitz von Prof. Michael Szyszkowitz aus Graz zwei erste Preise und zwei Lobende Erwähnungen unter den 144 Teilnehmern, die von 18 Auswahljuroren aus zwölf europäischen Ländern nominiert worden waren. Der 1. Preis in der Kategorie Sanierung/Renovierung/Umbau ging an Nieto Sobejano Arquitectos, aus Madrid für die Erweiterung des Moritzburg Museums in Halle an der Saale. In der Kategorie Neubau ging der 1. Preis an Benthem Crouwel Architects aus Aachen für ihren Erweiterungsbau des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum. Die Lobenden Erwähnungen erhielten Miller & Maranta aus Basel für das Projekt „Altes Hospiz St. Gotthard“ und Delugan Meissl Associated Architects aus Wien für den „Wohnbau Brauerei Liesing“.